Mitglied im Verband Deutscher Hausverwalter e.V.
Anke Luckhardt Immobilien
sorgenfreie Häuser

Instandhaltungsrücklage

Der Gesetzgeber schreibt die Ansammlung einer angemessenen Instandhaltungsrückstellung nach § 21 Abs. 5 Nr. 4 WEG vor.

Über die Höhe dieser Rücklage gibt es sonst keine gesetzliche Regelung. Oft kommt es in Eigentümergemeinschaften zu kontroversen Aussprachen, wie die Instandhaltungsrücklage ausgestattet werden soll. Es gibt verschiedene Berechnungsformeln, die versuchen auf theoretischem oder akademischem Weg einen Wert zu ermitteln.

Der Verband Deutscher Hausverwalter e.V. (VDH) empfiehlt die Ansparung eines Sockelbetrages (eiserne Reserve) pro Gebäude, der eine Sonderumlage bei nicht vorhersehbaren oder sehr umfangreichen Instandhaltungen vermeiden kann. Die Eingänge der monatlichen Rücklage erhöhen den Sockelbetrag.

Die Empfehlung des VDH gliedert sich wie folgt (Gebäude ohne Renovierungsstau):

Instandhaltungsrücklagengliederung gem. VDH

Der VDH vertritt die Meinung, dass durch eine Sonderumlage finanzierte vorhersehbare Instandhaltungen gegen den Verwalter sprechen. Deshalb sollte eine verantwortungsvolle Verwaltung regelmäßige Begehungen durchführen und die Eigentümer rechtzeitig auf Instandsetzungsmaßnahmen hinweisen, damit die Finanzierung geplant wird und die Rücklage angepasst werden kann. Eine Sonderumlage birgt immer die Gefahr mit sich, dass Eigentümer zum Zeitpunkt der Erhebung illiquid sind. Außergewöhnliche bauliche Veränderungen, wie bspw. Errichtung neuer Balkone, stellen keine Instandhaltungen dar. Hier sind Sonderumlagen evtl. angebracht.

Immobilien mit einem hohen Renovierungsstau und sehr geringer Instandhaltungsrücklage (unter Euro 5.000), sollten durch eine kurzfristige Verdoppelung der monatlichen Rücklage mit dem empfohlenen Polster ausgestattet werden. (FL)

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